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Ausgewählter Beitrag
Assauer und Erinnerungen
Ich kann mich sehr gut an die Zeit erinnern, wo Schwiegermutter auf einmal die Schnitzel nicht in den Eisschrank, sondern irgendwo in der Küche verstaut hatte und sich nicht daran erinnern konnte. Ich weiß noch sehr gut, wie das abging, als der Mensch, den man kannte, sich immer von sich Selbst entfernte und einfachste Dinge nicht mehr klappen sollten. Ich weiß wie das ist, wenn man wegen einem Pflegefall ein Haus verliert, weil die Pflegestufe damals bis kurz vor dem Tode auf I stand und das, obwohl 24 Stunden einer sich um die Frau kümmern musste. Ein Pflegeheim konnten wir uns nicht leisten und zudem hatten wir beiden Elternteilen (meinen Schwiegereltern) das Versprechen gegeben, dass niemals einer im Heim landen würde.
Von 1990 bis ins Jahr 2000 habe ich also die Pflege übernommen und ich weiß noch gut, wo so manch einer aus der Verwandschaft das lapidar abtat und immer mit seiner ach so schweren Pflege eines anderen hausieren ging.
Es gab schlimme Momente, die an den Nerven gezerrt haben. Wenn zum Beispiel auf einmal mit Menschen gesprochen wurde, die gar nicht im Raum. Wenn sich die Schwiegermutter den Blasenkatheder gezogen hatte und Alarm in der Wohnung war. Wenn die Nächte kamen, wo ich den Schleim absaugen musste, damit Schwiegermutter nicht erstickte.
Ein paar Tage vor ihrem Ableben, hatte Schwiegermutter eine der Bewusstseinsinseln errreicht, die sich immer mal kurz auftaten.
Sie lag im Krankenbett, schaute mich an, hielt mich fest und sagte :"ich habe alles verloren!"
Eine Woche später verstarb sie im Cochemer Krankenhaus.
Und der Grizzly trägt die Sorge mit sich herum, dass er erblich vorbelastet ist.
Fiel mir jetzt so ein, wo wieder ein berühmter, agiler Mensch sich in seine Welt verabschiedet. Das wünscht man keinem!!!
Von 1990 bis ins Jahr 2000 habe ich also die Pflege übernommen und ich weiß noch gut, wo so manch einer aus der Verwandschaft das lapidar abtat und immer mit seiner ach so schweren Pflege eines anderen hausieren ging.
Es gab schlimme Momente, die an den Nerven gezerrt haben. Wenn zum Beispiel auf einmal mit Menschen gesprochen wurde, die gar nicht im Raum. Wenn sich die Schwiegermutter den Blasenkatheder gezogen hatte und Alarm in der Wohnung war. Wenn die Nächte kamen, wo ich den Schleim absaugen musste, damit Schwiegermutter nicht erstickte.
Ein paar Tage vor ihrem Ableben, hatte Schwiegermutter eine der Bewusstseinsinseln errreicht, die sich immer mal kurz auftaten.
Sie lag im Krankenbett, schaute mich an, hielt mich fest und sagte :"ich habe alles verloren!"
Eine Woche später verstarb sie im Cochemer Krankenhaus.
Und der Grizzly trägt die Sorge mit sich herum, dass er erblich vorbelastet ist.
Fiel mir jetzt so ein, wo wieder ein berühmter, agiler Mensch sich in seine Welt verabschiedet. Das wünscht man keinem!!!
Pfoten-Anekdoten 31.01.2012, 17.06
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Kommentare zu diesem Beitrag
2.
von Follygirl
Ja, das ist wirklich eine schlime Krankheit, auch ich hab immer Angst davor.
Da hast Du ja wirklich viel geleistet, das bleibt sicher nicht so in den Kleidern...
LG, Petra
vom 01.02.2012, 04.10
Ja, das ist wirklich eine schlime Krankheit, auch ich hab immer Angst davor.
Da hast Du ja wirklich viel geleistet, das bleibt sicher nicht so in den Kleidern...
LG, Petra
vom 01.02.2012, 04.10
1.
von Gabi K
10 Jahre Pflege und dann noch bei Demenz, Respekt! Da sollte man über lapidare Kommentare einfach nur die Schultern zucken. Die wissen es einfach nicht besser. Auch wenn das ärgert und weh tut.
vom 31.01.2012, 20.47
10 Jahre Pflege und dann noch bei Demenz, Respekt! Da sollte man über lapidare Kommentare einfach nur die Schultern zucken. Die wissen es einfach nicht besser. Auch wenn das ärgert und weh tut.
vom 31.01.2012, 20.47




Gänsehaut pur, wenn ich das so lese, liebe Josi. Du hast übermenschliches leisten müssen. Hab das von Assauer auch gehört. Unfassbar und immer wieder schockierend sind solche Meldungen.
Liebe Abendgrüße zu dir
von der Waldameise
vom 01.02.2012, 19.26